Die Great Highland Bagpipe ist vermutlich der weltweit bekannteste Dudelsack. Innerhalb der gälischen Kultur hatte er bei gesellschaftlichen Anlässen und Ereignissen seinen festen Platz. Nach der systematischen Zerstörung der schottischen Hochlandkultur in der zweiten Hälfte des 18 Jh. wurde das Instrument sowie das Repertoire stark standardisiert und immer mehr für militärische Zwecke eingesetzt.
Die GHB besteht aus einer luftdichten Tasche (bag), in die drei Bordune (drones; zwei Tenöre und ein Bass), eine Spielflöte (chanter) sowie ein Anblasrohr (blowpipe) eingebunden sind. Durch das Anblasrohr wird die Tasche mit Luft gefüllt, die dann durch die 4 Spielpfeifen wieder ausströmt. Durch den konisch gebohrten Chanter, der mit einem Doppelrohrblatt versehen ist, erreicht das Instrument eine enorm hohe Lautstärke.
Heutzutage wird das Instrument oft innerhalb sogenannter Pipebands gespielt, eine Erfindung der britischen Armee. Seit den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts findet das Instrument auch immer wieder seinen Weg in Folkbands zurück.
Einen Artikel mit Erläuterungen zu möglichen Gabelgriffen auf der GHB finden Sie hier
